Spiel & Spaß Förderung

Die Edith-Fröhnert-Stiftung kümmert sich seit 1996 um die Jugendförderung in Lübeck.

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Frau Edith Fröhnert geb. Rosin kam am 26.04.1919 in Belgard / Pommern zur Welt.

1946 flüchtete Sie mit Ihrem Mann Martin Fröhnert und Ihren Eltern nach Lübeck. Die Besatzungsmächte ließen zunächst nicht zu, dass die Familie in Lübeck bleiben konnte, da die Hansestadt keine Kapazitäten mehr hatte, weitere Flüchtlinge aufzunehmen. Einem Lübecker Bürger, der sich vermittelnd einschaltete, war es zu verdanken, dass Frau Fröhnert mit Ihrer Familie in Lübeck bleiben konnte. Leider konnte Frau Fröhnert den Namen des "Retters" später nie ausfindig machen. Als Dank hat Sie allerdings bei der Gründung der Stiftung festgelegt, dass nur Projekte gefördert werden dürfen, die Lübeck zu Gute kommen.

Nach einigen Jahren in Lübeck, die von sehr harter Arbeit geprägt waren (Frau Fröhnert hat über diesen Zeitraum nicht gerne gesprochen) gründete Ihr Vater Walter Rosin die gleichnamige Firma um LKW der Marke Hanomag-Henschel zu verkaufen. Später kam im Rahmen einer Betriebserweiterung am Firmensitz, Am Spargelhof,  eine LKW-Werkstatt dazu.

Nach dem Tode Ihrer Eltern führte Frau Fröhnert mit ihrem Mann Martin die Firma fort. Nach dem plötzlichen Tode Ihres Mannes im Jahre 1978 wurde der Betrieb aufgegeben und das Grundstück am Spargelhof verpachtet und später verkauft und der Erlös diente als Grundstock für das spätere Stiftungsvermögen.

Mit Unterstützung der Volksbank Lübeck hat Frau Fröhnert dann 1996 eine Stiftung gegründet mit dem Ziel,  Kinder und Jugendliche in der Hansestadt Lübeck zu unterstützen und zu fördern. Der Stiftungszweck wurde von Frau Fröhnert gewählt, da der größte Wunsch nach eigenen Kindern sich nie erfüllt hatte. Aufgrund einer schweren Schussverletzung während der Flucht blieb Frau Fröhnert dieser Lebenstraum versagt.

Bis zu Ihrem Todestag am 28. November 1998 stand Frau Fröhnert der Stiftung als Vorsitzende vor. Ihr gesamtes weiteres Vermögen vererbte Sie Ihrer Stiftung. Bis zum heutigen Tage hat die mittlerweile größte Kinder- und Jugendstiftung in Lübeck mehr als € 1.900.000 für Projekte in Lübeck ausgeschüttet.

Frau Fröhnert war eine Frau mit festen Prinzipien und einem starken Willen. Als erfolgreiche Unternehmerin lebte Sie Zeit Ihres Lebens sehr sparsam und bescheiden. Gleichzeitig war Sie gütig und humorvoll und immer den Sorgen und Nöte anderer Menschen gegenüber aufgeschlossen. Sie vermied es in der Öffentlichkeit aufzutreten und hat trotzdem so viel für die Menschen in Lübeck getan. Im Grunde tut sie es noch heute, obwohl Sie bereits vor über 18 Jahren verstorben ist. Häufig kam der Satz von Ihr "Wir müssen Gutes tun, aber uns nicht ins grelle Licht stellen, damit wir uns darin sonnen können".

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